Blitzgeräte in Spanien: Einnahmen und Verkehrsüberwachung

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In Spanien sind fünfzig Blitzgeräte für mehr als 1,1 Millionen Bußgelder pro Jahr verantwortlich, was etwa 30 Prozent aller Geschwindigkeitsverstöße im Land ausmacht. Besonders auffällig ist ein einziges Blitzgerät auf der M-40 bei Madrid, das jährlich fast 6 Millionen Euro an Bußgeldern einbringt und damit den Spitzenplatz innehat.

Die spanische Verkehrsbehörde Dirección General de Tráfico (DGT) registrierte im vergangenen Jahr über 3,4 Millionen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen, ein Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der insgesamt über tausend Blitzgeräte im Land ist der Großteil der Einnahmen auf nur fünfzig besonders aktive Standorte konzentriert. Die Kamera bei Kilometer 20 der M-40, nahe dem Gemüsemarkt Mercamadrid, führt diese Liste an und verzeichnete 2024 über 74.000 Bußgelder. Mit einem durchschnittlichen Bußgeld von 50 Euro bei schneller Zahlung ergibt sich ein Einnahmenvolumen von rund 3,75 Millionen Euro – ohne Berücksichtigung der ungekürzten Strafen.

Weitere Spitzenreiter sind Blitzgeräte auf der A-7 bei Málaga, der A-15 in Navarra und der A-381 in Cádiz. Bemerkenswert ist insbesondere der enorme Anstieg der Bußgeldzahlen auf der A-381, die im Vergleich zum Vorjahr um über 1.400 Prozent zunahmen. Auch in Jaén auf der A-4 wurde ein dramatischer Zuwachs registriert.

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Regional betrachtet führt Andalusien mit knapp 960.000 Bußgeldern und damit 28 Prozent des gesamten Landesvolumens. Danach folgen Castilla y León, Valencia und Castilla-La Mancha. Kritiker, wie der Vorsitzende des Automobilisten-Verbandes AEA, Mario Arnaldo, bemängeln, dass viele dieser Blitzanlagen auf Autobahnen installiert sind, während die Mehrheit der tödlichen Unfälle auf Nebenstraßen passiert. Er sieht das System daher eher als Mittel zur Einnahmengenerierung denn als Instrument der Verkehrssicherheit.

Für Autofahrer aus Deutschland, die Spanien im Sommer oft mit dem eigenen Fahrzeug oder Wohnmobil bereisen, ist Vorsicht geboten. Dank grenzüberschreitender Vollstreckung sind Bußgelder auch bei ausländischen Kennzeichen wirksam. Neue Technologien wie LiDAR-Blitzgeräte und intelligente Kameras, die mehrere Verstöße gleichzeitig erfassen, erhöhen die Überwachungsdichte weiter. Wer dennoch einen Strafzettel erhält, kann diesen innerhalb von zwanzig Tagen mit Rabatt bezahlen.

Insgesamt zeigt die Entwicklung der Blitzgeräte in Spanien, wie eng Verkehrsüberwachung und Einnahmenpolitik verflochten sind, während zugleich neue Technologien die Präzision und Reichweite der Kontrollen erhöhen.

Quelle: Agenturen